Bio
Hier findet sich alles was es über mich zu wissen gibt - abzüglich dem, was niemand zu wissen braucht. Zuerst mal die wichtigsten Dinge in Kurzform, danach dann ein bißchen ausführlicher mein Werdegang in musikalischer Hinsicht.
Kurzinfo:

Name:
Ondrej Hurbanic

Geboren:
1. Februar 1975 in Würzburg

Erlernte Berufe:
Dipl. Sozial Pädagoge (FH)
Tontechnik (FH)

Ausgeübte Berufe:
Gitarrist
Arrangeur & Mischer
Gitarrenlehrer

Lieblingsbands:
Außer Freak Kitchen, 7Dust, Rush und Dream Theater fallen mir kaum Bands ein, die konstant zu meinen Lieblingen zählen. Aber folgende Sachen würde ich mitnehmen, wenn ich mich für einen einsame Insel rüsten müßte: Incubus, Thirty Seconds to Mars, Soilwork, King's X, Linkin Park, Fates Warning, Sieges Even (Rest in Peace!)...

Lieblingsgitarristen:
Im Prinzip habe ich meinen eigenen Stil aus einer Kombination des jeweiligen Tons meiner Lieblingsgitarristen entwickelt. Das sind in nicht hirarchischer Reihenfolge (wechselt von Zeit zu Zeit):

Eric Johnson Eine unvergleichliche Spielweise

Mattias IA Eklundh Was dieser Mensch spielt, schreibt und singt ist nicht von dieser Welt

John Petrucci
In Sachen Spieltechnik wohl das Non Plus Ultra - Perfektion in Perfektion.

John Sykes
Mein absoluter Lieblingsgitarrist wenn es um Ton und Ausdruck geht.

Yngwie J. Malmsteen
Hand, Fuß und ein dicker Bauch dazwischen. Genudel hin oder her, mit den Eiern hat höchstens noch Jimmy Hendrix gespielt.

 

Biographie
Meine erste Begegnung mit Musik war eher von zwanghafter Natur. Mein Vater hatte als junger Mann selber in verschiedenen Bands gespielt und ist in Kneipen und Bars aufgetreten. Später hat er sich dann als Alleinunterhalter mit Auftritten auf Hochzeiten und in Kurbädern einen sehr lukrativen Nebenverdienst aufgebaut. Für ihn war Musik zwar immer wichtig; wenn auch nur als Hobby, denn ein Musiker im professionellen Sinn war er nie. Natürlich lag es Nahe, auch mich als kleinen 6 jährigen Pfurz zum Orgeluntericht zu schicken. Die "elektronische Heimorgel" ist ein schreckliches Instrument und als Kind in diesem Alter hat man anderes im Sinn, als langweilige Musikstücke aus einem langweiligen Notenheft zu spielen. Nach 4 Jahren durfte ich dann endlich wieder damit aufhören.

Die folgenden Jahre verliefen in musikalischer Hinsicht nicht viel anders, als bei den meisten anderen Kindern. Der Musikuntericht in der Schule war eine Tortur, das Singen von Wanderliedern und ähnlichem wirkte auf mich dabei genauso abschreckend wie das Lernen und Lesen von Noten.

Das erste entscheidende Erlebnis hatte ich im Alter von 13 Jahren, als ich durch Zufall in die Probe der Schulband meiner damaligen Schule geriet. Ich wurde gefragt, ob ich ein Instrument spiele und da konnte ich ja glücklicherweise auf meine Erfahrungen mit weißen und schwarzen Tasten zurückgreifen. So fing ich also an, meine ersten Erfahrungen in einer Band zu machen. Vor allem die Tatsache, daß auf der Bühne zu stehen schon irgendwie cool ist, motivierte doch ungemein sich wieder mit Musik zu beschäftigen. In dieser Band spielte ich also Keyboard, die anwesenden Gitarristen fand ich aber nicht so toll. Die hatten zwar E-Gitarren... Aber eigentlich haben die nur genervt, weil sie sich ständig verstimmten.

Wann ich angefangen habe auf E-Gitarren zu achten, weiß ich nicht mehr genau. Aber an 2 einschneidende Erlebnisse kann ich mich noch gut errinnern. Da gab es einen No.1 Hit - "First Time" von Robin Beck -, der mir verdammt gut gefallen hat und den ich deshalb auch unbedingt spielen wollte. War eigentlich kein Problem, da die Begleitung hauptsächlich aus einem E-Piano und Drumcomputer bestand. Das coolste an dem Song war aber dieses Solo, ein E-Gitarrensolo (das sich aber überhaupt nicht so angehört hat, wie das Gejaule, das ich sonst von E-Gitarren gewohnt war). Ich kämpfte lange, doch ich verlor. Es war absolut unmöglich diese Melodie auch nur ansatzweise mithilfe einer Tastatur nach zu spielen, geschweige denn so einen interessanten Sound zu imitieren. Einige Zeit später kam ein "Neuer" zu uns in die Klasse und dann auch in die Schulband. Er blieb nicht lange, denn die Band war ihm zu "lasch". Das Interessante war, daß er ein "echter" E-Gitarrist war (im Gegensatz zu den Gitarristen, die wir bis dahin hatten), weil er 1. eine eigene E-Gitarre hatte und 2. sogar ein kleines Kästchen... Ein Kästchen, über dessen Existenz ich zwar immmer gemutmaßt habe, aber nie genau wußte, ob es das wirklich gibt und ob es das tut, wovon ich glaubte, daß es das tut. Er schloß es an und auf einmal klang die E-Gitarre so, wie sie sollte. (Das Kästchen war übrigens ein Verzerrer, der eigentlich schrecklich klang)

Mit 15 war es dann so weit, ich nannte meine erste E-Gitarre samt Verstärker (mit Verzerrer!) mein eigen. Ich brauchte ein Jahr um meinen Vater davon zu überzeugen, daß es mir ernst mit der Gitarre war. Doch schließlich war ich erfolgreich und bekam sogar noch privaten Gitarrenuntericht bezahlt. Obwohl ich aus heutiger Sicht einen super Gitarrenlehrer hatte, konnte ich doch damals mit seiner Unterichtsmethodik und seinen Lerninhalten wenig anfangen. Musiktheorie ist sicher nützlich, doch erstmal sollte man spielen können. Also war ich auf mich selbst angewiesen, zumindest was Spieltechnik anbetrifft. Nach kurzer Zeit konnte mir leider niemand aus meinem Freundeskreis mehr etwas zeigen, was nicht verwunderlich war bei 6-8 Stunden täglichen Übens. Zur gleichen Zeit fing ich übrigens auch an mich mit Homerecording zu beschäftigen, denn mein Vater hatte den ganzen Kram wie Effektgeräte, Keyboards, Mischpulte und Sequenzer im Keller stehen. In Verbindung mit einem 4-Spur Cassettenrekorder konnte ich dann schon recht brauchbare Aufnahmen machen.

Meine erste richtige Band fand ich erst Jahre später (Im Prinzip ist meine Band CRISES das, was aus dieser damaligen Band geworden ist). Auf einen Schlag lernte ich einen ganzen Haufen neuer Leute kennen, darunter auch "richtige" Musiker und vor allem auch "richtige" Gitarristen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aufgrund mangelnder realer Vorbilder keine Ahnung davon, wie man bestimmte Sachen auf der Gitarre richtig macht. Das einzige was ich als Vorlage hatte, waren die CDs meiner damaligen Lieblingsbands und Gitarristen, die ich versuchte zu imitieren. Doch ohne jemanden, der einem die ganzen Sachen zeigt und beibringt macht man in Sachen Spieltechnik mehr kaputt, als daß man Fortschritte erzielt. Deshalb gilt noch heute mein Dank den vielen Musikern, die mir damals geholfen haben, doch noch die Kurve zu kratzen. Mit ihren vielen Tips und Ratschlägen, aber auch nur durch ihre bloße Existenz lernte ich mehr, als in den ganzen Jahren zuvor. Etwas, das ich heute versuche - wenigstens zum Teil - zurück zu geben, wenn ich Gitarrenuntericht gebe.

Ein kleiner Nachtrag. Heute weiß ich ziemlich genau wie ich etwas machen muß, damit dabei das rauskommt, was ich möchte. Natürlich gibt es eine Menge Dinge, die zu verwirklichen tierisch aufwendig ist - soll heißen mit sehr viel Übungszeit verbunden sind. Ich wurde öfters mal gefragt, wie ich das hinbekomme so viel zu üben. Oben steht, daß ich 6-8 Stunden am Tag geübt habe. Vielleicht ist das etwas mißverständlich ausgedrückt, denn natürlich hab ich nicht die ganze Zeit explizit geübt. Vielmehr war das die Zeit, die ich mit der Gitarre verbracht habe. Sicherlich kann man in spieltechnischer Hinsicht viel weiter kommen, wenn man weniger Zeit aufwendet, diese aber mit strukturierterem Üben verbringt. Um aber die "Rundheit" und "Sicherheit" zu entwickeln, die wichtig für einen guten Ton ist, kommt man wohl kaum darum herum möglichst viel Zeit mit dem Gitarrespielen (nicht unbedingt üben) zu verbringen.