- Mattias IA Eklundh ist ein schwedischer Gitarrist (+ Songwriter / Sänger), der in den letzten Jahren immer mehr Gitarristen bekannt geworden ist. Bemerkenswert an dem Burschen
ist seine absolut unkonventionelle Spielweise in Verbindung
mit den genialen Songs, die er mit seiner Band Freak
Kitchen schon auf zahlreichen Alben verewigt hat. Stilistisch kann
man ihn am ehesten mit Vai vergleichen. Übrigens spielt er in der
gleichen Liga wie Vai - sowohl aus technisch / innovativer Sicht, also
auch aus Showmäßiger Sicht. Der Mann könnte sich 2 Stunden
allein auf die Bühne stellen und die Leute unterhalten. Wenn er
nicht Musiker wäre, wär er wohl Komiker geworden. Zwei Besonderheiten
seiner Spielweise sind zum einen sein absolut einzigartiger und virtuoser
Einsatz von Harmonics in Verbinung mit dem Tremolo. Zum andern ist er
eine Maschine was sein Timing betrifft. Dermaßen präzise
und exakte und gleichzeitig rhythmisch vertrackte Riffs oder Solos gibt es nicht oft. Das erste Solo
von ihm stammt aus dem Song "Supermodel Baby" vom Album
"Dead Sould Men" seiner Band Freak Kitchen. Das Geile
an dem Solo ist die originelle Melodieführung in Verbindung mit
einem mörderischen Timing (eklundhsupermodel).
Das zweite Solo stammt aus dem Song "Walls of Stupidity"
von der CD "Spanking Hours" und zeigt seine absolut
hammermäßigen Harmonic / Tremolo Technik (keine Pitchshifter
Effekte! - eklundhwalls). Das dritte
Solo ist einfach tierisch originell und besitzt alles was
das Herz eines Gitarristen höher schlagen läßt ("Nobody's
Laughing" vom Album "Move" - eklundhnobody).
- John Sykes - Dieser Typ hat einen grandiosen Ton.
Bekannt geworden ist er mit der Whitesnake Scheibe "1987"
auf der er sämtliche Gitarren spielte. Sogar Gitarrenlaien, die
mit diesem Album vertraut sind denken sofort an Whitesnake, wenn ich
etwas von John Sykes Soloprojekten (Blue Murder, Sykes) einlege. Mit
Sicherheit gehört Sykes zu den 10 Gitarristen mit dem höchsten
Wiedererkennungswert. Eines der coolsten Solos von ihm findet sich
im Song "Valley of the Kings" auf der ersten Blue
Murder CD (jsexcerpt1).
- Yngwie Malmsteen - Als ich noch "klein" war, war ich mal
ein richtiger Fan von diesem schwedischen Fender und Marshall Puristen.
Er ging mir zwar recht bald auf die Nerven, trotzdem kann man ihm mangelndes
"Feeling" wohl kaum vorwerfen. Obwohl er ein elender Fiedler
ist, hat der Typ verdammt dicke Eier und spielt verflucht druckvoll.
Auch wenn in den 20 Jahren seiner Kariere seinen Songs und Soli kaum
Veränderung bzw. Weiterentwicklung durchgemacht haben und für
den "YM-ungeübten" Hörer doch recht ähnlich klingen, gibt
es meiner Meinung nach doch den einen oder anderen Höhepunkt. Bestimmt
durch Zufall entstanden und wahrscheinlich für den eingefleischten
Yngwie Fan eher durchschnittlich, ja sogar untypisch, das Solo im Song
"Meant to Be" auf dem Album "Seventh Sign"
(ymexcerpt1).
- Der Song bzw. das Solo aufgrund dem ich unbedingt E-Gitarre lernen
wollte: Der Nummer 1 Hit aus dem Jahr 1988 "First Time"
von "Robin Beck". Ich hab absolut keine Ahnung wer da Gitarre
gespielt hat (firsttimeexcerpt).
- Eric Johnson - Niemand spielt so wie er. Das kann man zwar über
viele Top Gitarristen sagen, aber stilistisch gesehen steht Eric Johnson
fast völlig allein auf der einen Seite, während alle anderen
auf der anderen Seite stehen. Er hat wohl den weichsten und sahnigsten
Sound, der überhaupt möglich ist. Dabei spielt er Linien und
Notenfolgen, die man normalerweise nur auf Tasteninstrumenten erwarten
würde. Ich habe bisher noch niemanden gehört, der so verdammt
gut mit dem Stiefkind Pentatonik umgehen kann wie EJ, bzw. niemanden,
der solch untypischen Läufe in einer so dermaßen wahnwitzigen Geschwindigkeit
und Sauberkeit auf einem Saiteninstrument speilt. Das erste Solo stammt
von der Live CD seiner Blues Band "Alien Love Child"
und zeigt seine bluesige Seite, die seinem eigentlichen Naturell als
Bluesgitarrist entspricht (ejexcerpt3).
Die anderen zwei Solos demonstrieren seine eher "high-speed"
orientierte, moderne Spielweise und stammen aus dem Song "Lonely
in the Night" von seinem Solo Album "Venus Isle"
(ejexcerpt1 ejexcerpt2).
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